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17.05.2017, 10:44 Uhr | aps
Wunde im Grunewald schließen

Der Teufelsberg - ehemals Abhörstation der Alliierten - jetzt eine Ruine mit bester Aussicht. Leider in doppeltem Sinne. Man kann dort ein herrliches Stadtpanorama genießen -  aber für den Standort selbst ist die Aussicht immer noch unklar. Profit für Einzelne oder Naherholung für alle - das ist die Frage. Andreas Statzkowski will die Anlage für die Naherholung retten.

Andreas Stazkowski und Eckart Kunztsch (links) wollen den Teufelsberg als Naherholungsgebiet retten

Dies machte der Abgeordnete im Gespräch mit Eckart Kuntzsch, stellvertretender Sprecher vom Aktionsbündnis Teufelsberg (ABT) deutlich. Nach Vorstellung des Bündnisses soll der Teufelsberg endlich öffentlicher Raum werden. Zum ABT gehören Naturschutzverbände, Forstleute und Anlieger sowie die Ev. Kirchengemeinde Charlottenburg. Kuntzsch erläuterte die Ziele:

  • Die Gefahrenstellen müssen beseitigt werden
  • Der Teufelsberg soll für alle frei zugänglich sein
  • Sicherung des Turmgebäudes
  • Keine weiteren Bautätigkeiten
  • Wiedereingliederung des Plateaus in das Landschaftsschutzgebiet Grunewald

Andreas Statzkowski übergab Eckart Kuntzsch seine schriftliche Anfrage "Wann geht es mit dem Teufelsberg weiter?", die er im März an das Abgeordnetenhaus Berlin gestellt hatte.

In der Antwort heißt es u.a.: Das Land Berlin hat nur wenig Einfluss auf den Zustand des Teufelsbergareals, da sich das Gelände ... in Privatbesitz befindet.

Und hinsichtlich einer Änderung der Situation heißt es u.a.: Die Eigentümer streben eine gewinnorientierte Grundstücksverwertung ... an, die mit den Vorstellungen des Senats von einer grundsätzlichen Wiedereingliederung in die Erholungslandschaft ... nicht übereinstimmt.

Statzkowski und Kuntzsch waren sich einig, dass die Wunde im Grunewald beseitigt werden muss. Nachdem bereits 2004 ein Investorenprojekt gescheitert war, soll der Teufelsberg wieder ein Berg der Naherholung werden, ein Ausflugsziel für Jung und Alt mit Liegewiesen. Zudem will das Aktionsbündnis wieder die Hügelform durch Aufschüttung erreichen. Kuntzsch betonte, dass der Stahlbetonturm Markenzeichen bleiben soll. Er könnte als Aussichtsturm und Museum genutzt werden.

Die Anfrage von Andreas Statzkowski und die Antwort des Senats finden Sie im Wortlaut auch auf unserer Webseite.


Das Markenzeichen soll bleiben und Museum und Aussichtsturm werden