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04.07.2017, 20:50 Uhr | js
Das Europa der Zukunkt- Mehr gemeinsam oder weniger?
Europapolitisches Gartengespräch der CDU Grunewald-Halensee

Unser Gartengespräch über die Zukunft der Europäischen Union fand am 4. Juli 2017 in malerischer Kulisse auf der Terrasse des LTTC Rot-Weiß im Grunewald statt. Das neue Veranstaltungsformat stieß auf positive Resonanz. 

LTTC Rot-Weiß Berlin -  


Nahezu kein Platz blieb unbesetzt, als der polnische Botschafter Prof. Dr. Andrzej Przyłębski, der Chefredakteur der größten polnischen Zeitung in Deutschland, Tomasz Klon, sowie unser Bundestagsabgeordneter und Wahlkreiskandidat Klaus-Dieter Gröhler über die Zukunft der Europäischen Union debattierten. Unser Ortsvorsitzender Christoph Brzezinski moderierte die Diskussion. Zahlreiche interessierte Bürger und CDU-Mitglieder hatte das spannende Thema zu uns gelockt. Nicht lange wurden allgemeine Statements abgegeben. Frühzeitig machte der Botschafter seinen Standpunkt klar. Er verstünde das Brexit-Votum als „gelbe Karte“ für die EU. Nun sei Zurückhaltung geboten. Angesichts der aktuell negativen Entwicklung antieuropäischer Strömungen stieß diese Aussage nicht nur bei den Diskussionspartnern auf Unverständnis. So musste er sich ein ums andere Mal gegenüber dem Publikum für die Haltung Polens rechtfertigen.

Als konkrete Ausprägungen dieser Haltung wurde beispielsweise das mangelnde polnische Engagement hinsichtlich der Aufnahme von Flüchtlingen beklagt. Dies wies der Botschafter mit der Begründung zurück, dass die Flüchtlinge gar kein Interesse an einem Verbleib in Polen hätten. Auch die Einwirkungen auf die Pressefreiheit in Polen wurden kritisiert. Klaus-Dieter Gröhler sprach sich tendenziell für eine Stärkung der EU aus. Niederschlag solle das beispielsweise in einem gemeinsamen europäischen Militär finden. Dennoch zeigte sich Gröhler differenziert. „Nicht jede noch so kleine Angelegenheit muss in Brüssel normiert werden.“, so der Abgeordnete. Es gelte jedoch, mit Bedacht zu prüfen, was man „zurückholen“ sollte. Tomasz Klon flankierte den Schlagabtausch mit seiner Erfahrung im Umgang mit Bürgern polnischer Herkunft, die in Deutschland leben. Diese seien „gut integriert“ und „mehrheitlich proeuropäisch“.

Das Publikum wurde stark in die Debatte eingebunden und nutzte diese Chance auch dankbar mit interessierten Fragen. Daher sind weitere Veranstaltungen dieser oder ähnlicher Art geplant. Zum Ausklang konnte noch ein Glas Wein mit Blick auf den Hundekehlesee genossen werden. 

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