Sintras sehenswerte Schlösser

Farbenfrohe Märchenschlösser – die servierte Andreas Statzkowski diesmal den zahlreichen Zuhörern bei seinem Reisevortrag über Lissabon und Umgebung. Dazu gehörten natürlich auch verschiedene Weine aus Portugal. Insgesamt ein Augen- und Gaumenschmaus im Bürgerbüro.

Nur etwa 25 Kilometer westlich von Lissabon steht die Touristenattraktion schlechthin - der Pena-Palast. Atemberaubend, farbenfroh und unverwechselbar mit all seinen wunderbaren portugiesischen Kacheln und Räumen voller Historie. Hier verschmelzen Einflüsse, die des nordafrikanischen Stils bis hin zur mittelalterlichen Gotik. Dies Prunkschloss lockt natürlich zahlreiche Besucher an. Daher rät Andreas Statzkowski: „Seien Sie recht früh da, ab 11 Uhr ist alles dicht und Sie stehen nur im Stau.“  Sein zusätzlicher Tipp ist, den Bus zu nehmen, denn der Fußweg hinauf kann sehr beschwerlich werden, da ein steiler Berg bewältigt werden muss. „Und nehmen Sie sich ausreichend Zeit – es lohnt sich“, fügt er noch hinzu, „denn bei gutem Wetter kann man zudem bis nach Lissabon schauen.“

Falls Sie schon in Sintra sind, ist auch ein Besuch des ehemaligen Klosters der Kapuziner zu empfehlen. Es befindet sich nur wenige Minuten südwestlich von Sintra im Nationalpark. Früher lebten hier Mönche, jetzt ist es eine sehenswerte Ruine. „Vom ersten Eindruck her etwas unheimlich, gleichzeitig aber spannend“, erörtert Andreas Statzkowski, was er damit meint. Die Ruine ist zwar zugänglich, aber der Weg ins Innere ist nur durch eine Lichterkette beleuchtet, was den leichten Gruseleffekt verstärkt, nach kurzer Gewöhnung aber durchaus reizvoll ist.

Im Westen Lissabons liegt der Stadtteil Belem – hier finden Sie wunderbare Sehenswürdigkeiten. So etwa das Hieronymus-Kloster. Aber bitte wieder frühzeitig auf den Weg machen. Es gehört zu den Touristen-Highlights und die Warteschlangen können sehr lang sein. Um die Kirche zu besichtigen, muss man nicht warten und der Eintritt ist frei.

Ebenso sollten Sie die Torre de Belem besichtigen, die zum UNESCO -Weltkulturerbe gehören. Und natürlich das Seefahrer-Monument mit Heinrich dem Seefahrer – an der Hafeneinfahrt in Lissabon.

Insgesamt aber gilt: Teilen Sie sich den Tag ein – immer mit Wartezeiten rechnen – und lieber einen Tag länger bleiben. „Es gibt zu viel zu sehen und zu entdecken“, schwärmt Andreas Statzkowski.

Einen Tagesausflug nach Obidos empfiehlt er ebenfalls. „Ein malerisches Burg-Städtchen mit viel Kopfsteinpflaster. Hier gibt es Blumen wie in der Toskana.“ Und einmal im Jahr ein ganz besonderes Spektakel – ein Burgfest wie aus alter Zeit mit Aufführungen, Ritterfestspielen und vielem mehr.

Ein Garten Erden in Portugal

Etwas ganz besonders ist laut Andreas Statzkowski auch die Quinta dos Loridos – ein Weingut mit orientalischem Garten. Hier genießen Sie etwa 15 Kilometer von Obidos entfernt viel Entspannung und Ruhe im ungewöhnlichen Garten Eden. Und Besonderheiten wie die blauen Kunststoffstatuen der Soldaten der chinesischen Terrakotta-Armee. Ebenso portugiesische aber auch afrikanische Kunst eingebettet in einen Landschaftspark, indem man sich einige Stunden gerne aufhält. Dieser Garten steht eigentlich nicht im Reiseführer und auch Andreas Statzkowski hat ihn nur zufällig entdeckt und war begeistert.

Torres Vedras: Hier scheiterte Napoleon

Etwa 1,5 Stunden nördlich von Lissabon befindet sich die ruhige Kleinstadt Torres Vedras. Hier finden Sie eine Befestigungslinie, die ab circa 1809 errichtet wurde, um bei einer Invasion Napoleons in Portugal als Barriere zu dienen. „Diese Wälle und Hügel halfen, dass die Franzosen in mehreren Schlachten unterlegen waren und abzogen“, erläuterte Andreas Statzkowski. Neben den erhalten gebliebenen Resten diese Befestigungsanlage befinden sich hier auch Sakralbauten und Brunnenanlagen.

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