NSA in Deutschland - Affäre oder Normalität?!

 

Am Dienstag, den 23. Februar 2016, um 19.00 Uhr diskutierten die Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Patrick Sensburg und Klaus-Dieter Gröhler über die NSA. Treffpunkt war das Bürgerbüro „Café Wahlkreis“ in der Fredericiastraße 9a, 14050 Berlin. 

Prof. Dr. Patrick Sensburg vertritt im Deutschen Bundestag den Wahlkreis Hochsauerlandkreis (147). Hier ist er Vorsitzender des NSA-Untersuchungsausschusses und ordentliches Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz.

Der NSA-Untersuchungsausschuss wurde nach den Enthüllungen von Edward Snowden eingesetzt und arbeitet seither auf, inwiefern sowohl ausländische Geheimdienste als auch der BND deutsche Bürgerinnen und Bürger ausspioniert haben. Herr Sensburg erzählte, dass seitdem der Untersuchungsausschuss seine Arbeit im April 2014 aufgenommen hat, in 40 Sitzungen, bei 82 Zeugenanhörungen schon einiges ans Licht gekommen sei und dabei in nunmehr 2500 Aktenordnern Beweismaterial zusammengestellt worden sei.

Aber nicht nur die Überwachung durch staatliche Nachrichtendienste sondern auch die Datensicherheit im privaten Sektor war ein großes Thema. Dabei machte MdB Sensburg auf den Schaden aufmerksam, der jedes Jahr durch Wirtschaftsspionage angerichtet wird. Die Summe quantifizierte er auf mindestens 50 Milliarden Euro jährlich, allein für deutsche Unternehmen. Weiterhin machte er vor allem darauf aufmerksam, welche Risiken sich für Verbraucher im Datenverkehr ergeben. Er warnte davor, zu viele persönliche Daten im Internet zu veröffentlichen und appellierte an die Zuhörer lieber zweimal darüber nachzudenken, welche Daten sie in sozialen Netzwerken veröffentlichen wollen, um ihre Privatsphäre effektiv wahren zu können. 

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